Vision: isoliert, losgelöst (vom objekt), verkopft, geistreich,
einsichtig, abstrakt, missverstanden, äesthetisch, sich von außen
sehend, ambivalent gegenüber dem objekt, verstreut (dem objekt fern).
reserviert.
Empfindung: kindhaft (unverstellt), anhänglich, sensitiv, passiv, selbst-aufopfernd (willens-schwach)
Urteil: ernsthaft, perfektionistisch, investigativ/testend, fragend,
sorgend/zweifelnd, unverschönt, kritisch, gewissenhaft,
vertrauenswürdig/ehrlich
Beziehung: nachsichtig, hilfreich/gebend, einfühlend, geduldig, warmherzig
die eigenschaftswörter hab ich mir aus diesem enneagram test ausgesucht (dh sie sollen mich beschreiben), in cluster (dem kontext entsprechend) eingeteilt und ungefähr sortiert. der test meint, ich sei eine 5w4. das komplette ergebnis (nach punktzahl sortiert, im format typ:punktzahl) 5:52,4:41,6:38,9:30,1:18,2:19,7:7,3:4,8:0 - der test ist zwar wunderbar ausführlich, erkrankt aber wie alle tests, die ich gesehen habe, an einer gewissen oberflächlichkeit/indirektheit. es werden symptome gesucht, als ob die in eindeutigem zusammanhang mit einer ursache stünden.
introspektiv beschäftigt mich derzeit eine narrative, die ich mit der eins assoziere oder auch auf der vier-zu-eins-integrations-achse sehen könnte (wobei ich in meinen assoziationen bezüglich kognitiver funktionen im NiFe (4) NiTe (?) TeNi (1) TeSi (?) SiTe (3?) herumspringe). gefühlt würde ich mich im tri-type schema (herz/bauch/kopf) als 415 sehen, aber aus typischen ergebnissen in tests müsste man folgern: 9,6,4. was läuft da verkehrt, woher die abweichung zwischen gefühltem motiv und verwirklichter erscheinung? ein paar höchst spekulative gedanken dazu, wie ich mir den integrationsverlauf im zusammenhang mit meinen mutmaßlichen kognitiven funktionen erklären könnte:
die vier mag in mir mit introvertierter intuition korrelieren: die kafkaeske mystische verlierer reise. etwas fehlt in der realität, wie auch in mir selbst, die erscheinung ist unvollständig, eine oberflächliche lüge. motiviert durch suche nach dem unbekannten oder aber auch durch ängstliches misstrauen im bezug darauf, dass das ganze (inklusive dem unbewusstem) auch funktionieren kann, wenn man es nicht in erfahrung gebracht hat bzw es beachtet.
wenn man bei mir von perfektionismus sprechen kann (von einer unzufriedenheit, wie sie mit der eins korrelieren soll) dann resultiert die aus der idee der unvollständigkeit meiner vision (welt und selbstkenntnis, klarheit) und einem großem misstrauen gegenüber dem unbekannten (weil dort möglicher schatten lauert) - perfektion bedeutet für mich vor allem, dass man es vermeidet, schatten zu manifestieren oder schlimmer regulär als gewohnheit zu etablieren. damit ist auch eine angst vor konsequenzen verknüpft.
die eins stünde bei mir für urteils-basierte interaktion mit der realität oder beziehung zur der realität (Te). urteils-basiert meint die zuversicht, dass man weiß was man tut und weiß womit man es zu tun hat. für mich sehe ich diese qualität als produkt der integration oder vollendung von der vier, also von der vision. auf mein urteil ist nämlich erst dann zuversichtlicher verlass, wenn auch verlass ist, auf die wahrnehmung, auf welche sich das urteil bezieht. solange ich mich auf die wahrnehmung nicht verlassen kann, muss ich mein urteil internalisieren. ich verurteile meine vision (vergleichend), anstatt meine vision durch mein urteil zu manifestieren. wenn dieses extrovertierte urteil (Te) meine einser qualität ist, dann entspricht eine solche internalisation der "desintegration von eins" (welche im integrationsmodell ja der vier zugeordnet wird). ich liebäugle heimlich mit der eins, zum einen weil ich mit dem schmerz durch internalisiertes urteil sympathisiere (1,2 youtube), zum anderem weil ich neidisch bin, auf die veräußerte selbstsicherheit von extrovertiertem urteil. wäre diese für mich realisiert, so stelle ich mir vor, könnte ich mich -genauer gesagt meine vision - in der welt handelnd durchsetzen.
dann frage ich mich, was der eins im weg steht, und was die eins unterstützt. beim ENTj, den ich als eins interpretiere, sehe ich, dass er sich auf sein extrovertiertes urteil verlässt, ehe seine vision erwachsen ist. er scheint seine vision permanent für vollständig bzw ausreichend zu halten, um sein urteil darauf/darin zu begründen, anstatt, die vision zu verurteilen. wie kommt das zu stande? zum einen stelle ich mir vor, das beim ENTj das ego nicht in introvertierte Intuition involviert ist, sondern direkt ins Urteil. das könnte bedeuteten, dass ein transzendentes bzw unterbewusst-diffuses verschmelzen von introvertierter intuition und deren schattenqualität extrovertierter intuition vorliegt. extrovertierte intuition ist immer handlungsbereit. sie erzeugt abgeschnittene segmente. den eindruck, dass die wahrnehmung immer schon fertig ist. um eine vergleichbare transzendenz von intro und extroverion zu verwirklichen, müsste ich selbst (also jemand mit führender introvertierter intuition) sein ego aus der führenden funktion befreien. dadurch könnte introvertierte intuition in die gegenwart rücken, anstatt zu suchen. es könnte zuversicht entstehen, dass die gegenwärtige vision ein handelndes urteil rechtfertigt.
weiterhin habe ich die ahnung, dass die handlungsbereitschaft des ENTj vom introvertiertem gefühlsschatten (der schatten gegenüber extrovertiertem denken) unterstützt oder sabotiert wird. introvertiertes gefühl besagt, dass man im recht ist, weil man sich innerhalb seiner ethischen parameter bewegt. dort drinnen sei man auch dann im recht, falls man einen rationalen fehler machen würde, der dadurch entstehen kann, dass sich extrovertiertes urteil auf unvollständige wahrnehmung/vision (introvertierte intuition) bezieht.
das würde bedeuten, dass ein blockiertes introvertiertes gefühl (oder eine disharmonie im selben) das extrovertierte urteil verbieten könnte, weshalb das selbe internalisiert/gegen die wahrnehmung gerichtet werden müsste, wie es bei mir der fall ist.
wenn ich mich dann frage, was mein introvertierte gefühl blockieren oder negieren könnte, kommt mir in den sinn, dass mein extrovertiertes gefühl verantwortlich sein könnte.
damit komme ich zu dem, was bei mir wahrscheinlich nach enneagram sechs aussieht.
eine angst motivierte beziehung zur menschlichen umwelt (im projektionsland auch zu gott) bei der es darum geht, meine eins zu verheimlichen, bzw mein extrovertiertes urteil zu internalisieren, und zwar mit der begründung dass das introvertierte gefühl meiner eltern besagt, dass sich meine wahrnehmung inklusive urteil jenseits ethischer parameter bewegen würde und mein extrovertiertes gefühl sagt, dass meine ethischen parameter ein abgleich mit den ethischen parametern der anderen zu sein habe. so führt das bei mir zu gehorsam und internalisation meiner eigenen urteilskraft, also zur anscheinenden enneagram sechs.
und woher die angst, welche mein extrovertiertes urteil so sehr betont, dass es meine mutmaßlich wahre begabung (die eins als integrierte vier, das sich auf introvertierte intuition beziehende extrovertierte denken) unterdrückt/desintegriert wird?
diese angst sehe ich in der fünf. die fünf verstehe ich als das gefühl, dass man im grunde nichteinmal wirklich oder eben nur gerade so existiert, wie eine illusion die am seidenem faden hängt. als ob ein aus wahrnehmung bzw überwältigender (extrovertierte sensorischer) erfahrung bestehender WIND einen in die nicht existenz befördern könnte. diese angst will erfahrung vermeiden, und erfahrung kann ich mit hilfe anderer vermeiden (durch harmonie mit den selben, oder indem sie sich zwischen mich und fremdes stellen), weshalb ich diesen extrovertierten passiven unterordnungs und anpassungsdruck habe.
alles nochmal umgekehrt, bzw richtig herum:
angst vor Se führt zu
verstärkung des passiven/anpassenden aspekts von Fe führt zu
verneinung von Fi entspricht einem
entzug der basis von Te
führt zur internalisierung von Te gegen Se
lösungsvorschlag:
transzendenz von Ni (integration von Ne) führt zur überwindung der angst vor Se
erübrigt den anlass zur passivierung von Fe
erlaubt pro aktive nutzung von Fe (das bedeutet Fe darf selbst den ton angeben)
geht einher damit, dass eigenes Fi ins unbewusste mitschwingen fällt und dadurch auf dem aktuellem stand ist, anstatt als kopie von fremden werten fixiert zu sein. steht somit nicht mehr im allgemeinem widerspruch zu Te, sondern unterstützt es zumeist. nun kann Te Ni ausdruck verleihen.
naja, hübsche theorie, mal wieder. :rolleyes:
keine ahnung wie man jetzt Ni transzendiert, bzw die urangst überwindet.
so ganz richtig ist die theorie wohl noch nicht, weil ... naja ich hab die hoffnung/meinung, dass sich bei korrekten verständnis des problems die lösung/integration von selbst einstellen sollte, also wenn es nach einer theorie nicht WUSCH macht und ich mich spontan in supermann/buddha/etc verwandle, dann war die theorie/introspektion noch knapp daneben.
legende:
Se extrovertierte senstation
Ni introvertierte intuition
Te extrovertiertes denken/strategie (hier manchmal auch nur urteil genannt)
Fe extrovertiertes gefühl/ethik
Fi introvertiertes gefühl/ethik
sortiere das hier unter "wesentliches" nicht unter "typologie" weil es mir zu spekulativ und persönlich ist.
| m!sSUndAZtood | Sonntag, September 18, 2011 |
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